Verhütungsmethoden: Die Mikropille

Am häufigsten verhüten junge Frauen mit der Mikropille. Diese Pille ist eine Kombination aus einem Estrogen und einem Gestagen. Meist wird diese Art von Pille für 21 bzw. 22 Tage täglich eingenommen, dann folgt eine Einnahmepause, in der eine Blutung auftritt. Nach der Einnahmepause wird wieder mit der Pilleneinnahme begonnen. Das Gestagen in der Pille verhindert die Eizellreifung und den Eisprung, so dass eine verhütende Wirkung entsteht. Außerdem wird der Schleim im Gebärmutterhals und in der Gebärmutter verändert.

Die Vorteile: Die Mikropille bietet eine sehr sichere Verhütung, außerdem wird die Regelblutung etwas schwächer, so dass Regelbeschwerden reduziert werden. Zudem gibt es sogenannte „Hautpillen“, die Pickelchen und Hautunreinheiten verhindern. Sollte der Zyklus unregelmäßig sein, führt die Mikropille zu einer regelmäßigen Monatsblutung.

Die Nachteile: Die Mikropille erhöht das Thromboserisiko, insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme. Außerdem können zu Beginn Zwischenblutungen, Übelkeit und Brustspannungen auftreten. Auch eine Gewichtszunahme und sexuelle Lustlosigkeit können längerfristig zu den Nebenwirkungen zählen. Die Mikropille erfordert eine regelmäßige, zuverlässige Einnahme.

Übersicht über weitere Verhütungsmethoden.

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Dr. Christine Adler ist niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Naturheilverfahren, in Hamburg Rahlstedt. Hier schreibt sie über Themen und Fragen, die ihr in der Sprechstunde immer wieder begegnen.