Themen bei Frau Adler, Seite 4

Die Geburtenzahlen in Hamburg 2015

Im Jahr 2015 wurden in Hamburg bei 23.678 Geburten 24.151 Kinder geboren. Das sind fast fünf Prozent mehr als im Jahr 2014.

Die höchste Zahl gab es dabei im UKE mit 3.361 Kindern.

Danach folgen die weiteren Häuser: Kathol. Marienkrankenhaus 3.354, AK Altona 3.209, AK Barmbek 2.918, Albertinen-Krankenhaus 2.500, AK Nord 1.799, Krankenhaus Mariahilf 1.734, Agaplesion Diakonieklinikum 1.434, Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus 1.276, AK Wandsbek 934, Bethesda Krankenhaus Bergedorf 741 und das AK Harburg 736.

Im Geburtshaus wurden 155 Kinder geboren.

Quelle: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, 11. Januar 2016
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Roses Revolution Day – über Gewalt in der Geburtshilfe

Heute ist der Roses Revolution Day – eine Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe.
Jedes Jahr am 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. Seit zwei Jahren gibt es den Roses Revolution Day: von Gewalt unter der Geburt betroffene Frauen legen eine rosafarbene Rose vor dem Kreißsaal ab, in dem sie entbunden haben. Wenn gewünscht, kann ein erklärender Brief beigelegt werden. Bilder der Rosen sollen über soziale Medien weiterverbreitet werden (Hashtag: #rosrev).

Weitere Information gibt es hier: www.gerechte-geburt.de/home/rose…
und auch auf Facebook: www.facebook.com/Roses-Revolutio…

Ein schöner Artikel, der sich mit dem Thema aus Sicht einer Hebamme auseinandersetzt, findet sich hier: www.hebammenblog.de/gewalt-in-de…

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Das Mammografie-Screening

Das Mammografie-Screening in Deutschland wurde seit Mitte der 2000er Jahre aufgebaut und wendet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die alle zwei Jahre zu einer (kostenfreien) Mammografie eingeladen werden.

Seit der Einführung wird über Nutzen und Schaden durch das Mammografie-Screening diskutiert. Letztlich muss jede Frau für sich selbst darüber entscheiden, ob sie an dieser Untersuchung teilnehmen möchte.

In den aktuellen Veröffentlichungen wird der Nutzen des Screenings in der Regel damit angegeben, wie viele Frauen weniger versterben, wenn sie regelmäßig an dem Screening teilnehmen. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) geht davon aus, dass 1 bis 2 von 1000 Frauen über 10 Jahre weniger sterben. In anderen Studien wird diese Zahl zwischen 0,5 und 5 auf 1000 Frauen angegeben.

Der Schaden des Screenings besteht in einer sogenannten Überdiagnose, das heißt, es werden auffällige Befunde erhoben, die zu einer weiteren Diagnostik und Therapie führen, ohne dass bekannt ist, ob dies tatsächlich notwendig ist. Das IQWiG gibt die Zahl hier mit 5 bis 7 von 1000 Frauen über 10 Jahre an. In einer anderen Veröffentlichung wird eine Zahl von 10 auf 1000 Frauen angegeben.

In den Medien sind bereits zahlreiche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht worden, hier zwei Links zu interessanten Artikeln:
Aus der Süddeutschen: www.sueddeutsche.de/gesundheit/m…
Aus der ZEIT: www.zeit.de/wissen/gesundheit/20…

Über die Verwendung der Angabe der 5-Jahre-Überlebensraten gibt es hier einen guten Beitrag: www.rwi-essen.de/unstatistik/36/ (Warum Überlebensraten nichts darüber aussagen, ob man länger lebt.)

Das IQWiG wird eine neue Broschüre zum Mammografie-Screening veröffentlichen: www.iqwig.de/de/presse/pressemit…

Das Mammografie-Screening Hamburg findet sich hier: www.mammascreening-hamburg.de

Vom Mammographie-Screening-Programm gibt es den „Mammo-Cube“, der helfen soll, sich für oder gegen eine Teilnahme am Screening zu entscheiden: www.mammo-programm.de/mammocube/
Zur Zeit wird der „Mammo-Cube“ überarbeitet: www.decisioncube.de/referenzen/

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Übergewicht in der Schwangerschaft

Übergewicht in der Schwangerschaft kann eine Gefahr sowohl für die Mutter als auch für das Kind bedeuten. Studien zeigen, dass bei der Mutter Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und Gestosen vermehrt auftreten. Außerdem ist die Quote an Kaiserschnitten erhöht. Die Kinder haben ein höheres Risiko, später selbst übergewichtig werden und an Diabetes zu erkranken. Zudem ist das Risiko erhöht, dass das ungeborene Kind eine Fehlbildung entwickelt.

Gute Gründe also, vor und in der Schwangerschaft auf eine gute Kontrolle des Körpergewichtes zu achten.
Darüber gibt es auch einen Cochrane Review: www.cochrane.org/de/node/37149 und www.wissenwaswirkt.org/zunehmen-… (Cochrane ist ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das sich an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin orientiert.)

In Hamburg gibt es das STOPP-Projekt, das sich an Schwangere mit Übergewicht und an Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes richtet. In diesem Projekt gibt es Informationen zur richtigen Ernährung von Mutter und Kind sowie zur Bewegung während der Schwangerschaft: www.hhgd.de/wb/pages/stopp-proje…

Dazu in der WELT: www.welt.de/gesundheit/article13…

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Schwangerschaft: So wächst das Baby im Bauch

Noch immer finde ich es absolut faszinierend, wie im Laufe der Schwangerschaft das Kind in der Gebärmutter wächst und wie es sich in dieser Zeit seinen Platz im Bauch der Mutter nimmt.

Eine sehr schöne Animation, die dies zeigt, bietet das Museum of Science and Industry in Chicago: www.msichicago.org/whats-here/ex…

 

Museum of Science and Industry, Chicago: Make Room for Baby

Bildnachweis: Screenshot, Website „Museum of Science and Industry“

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Muskelknoten in der Wand der Gebärmutter. Gibt es einen oder mehrere dieser Knoten in einer Gebärmutter (Uterus), so spricht man von einem Uterus myomatosus.

Myome sind relativ häufig – es wird geschätzt, dass etwa jede dritte Frau in Deutschland Myome hat. Myome, die der Frau keine Beschwerden machen, müssen nicht behandelt werden.

Es können jedoch durch Myome verschiedene Beschwerden auftreten. Zum Beispiel kann die Regelblutung stärker und länger werden, ebenso kann ein großes Myom Schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch hervorrufen. Auch können Verstopfung oder Druck auf die Blase verursacht werden. Im Einzelfall beeinflusst ein Myom die Möglichkeit, schwanger zu werden. Leidet eine Frau unter diesen Beschwerden, so muss über die Behandlung des Myoms bzw. der Myome nachgedacht werden.

Für die Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt medikamentöse und operative, sowie nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten.

Eine Seite, die weiterführende Informationen bietet: www.uterus-myomatosus.net

In Hamburg gibt es die folgenden Myomzentren:

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Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch

Von einem unerfülltem Kinderwunsch spricht man, wenn es nach 12 – 18 Monaten ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Über die Häufigkeit der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch gibt es verschiedene Angaben, nach Schätzungen sind 10 – 15% aller Paare betroffen.

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große psychische Belastung, und auch die Behandlung in der Reproduktionsmedizin stellt eine Herausforderung an jedes Paar dar. Viele Betroffene empfinden die Therapie als Berg- und Talfahrt der Emotionen. Die Verarbeitung dieser Belastungssituation ist bei Frau und Mann oft sehr unterschiedlich. Und sollte sich der Kinderwunsch tatsächlich nicht erfüllen, so sind auch die Verabschiedung von diesem Lebenstraum und die Trauer zu bewältigen.

Die meisten reproduktionsmedizinischen Praxen bieten eine psycho-soziale Unterstützung an, aber oft werden diese Möglichkeiten nicht genutzt – sei es, dass die psychische Belastung unterschätzt wird oder aber eine Scham besteht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eine interessante Möglichkeit zur Unterstützung bietet ein Kinderwunsch-Coaching, das auch per E-Mail, Telefon oder Skype möglich ist. Vielleicht ist dies für einige Menschen eine einfachere und direktere Art der Beratung: www.kindersehnsucht.de

Außerdem findet sich Unterstützung im Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland: www.bkid.de/home.html
Eine Liste von ausgebildeten Beratern findet sich hier: www.bkid.de/fileadmin/datensamml…

Und für Frauen aus Hamburg und Umgebung gibt es FINE (Frauenpsychosomatik im Netzwerk): www.frauenpsychosomatik-hamburg….

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Wartezimmer TV

Neulich sah ich mal „Die Anstalt“ im ZDF. Eine Spielszene ist so wahr und so klug, dass ich sie eigentlich gerne als Dauerprogramm in meinem Wartezimmer zeigen würde…

 

Der Lauf des Lebens: Pay-Gap zwischen Mann und Frau

Video auf YouTube: Der Lauf des Lebens: Pay-Gap zwischen Mann und Frau – Die Anstalt ZDF.

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Endometriose – sind Regelschmerzen normal?

Jede Frau, die unter Regelschmerzen leidet, sollte das Wort „Endometriose“ schon einmal gehört haben.

Endometriose bedeutet, dass Gebärmutterschleimhaut nicht nur innerhalb der Gebärmutter vorkommt, sondern auch außerhalb der Gebärmutterhöhle. Beispielsweise im Bauch- und Beckenraum, sowie an Eierstöcken und Eileitern. In seltenen Fällen können Endometriose-Herde auch in der Scheide oder im Darm zu finden sein, sehr selten in Lunge und Gehirn. Außerdem kann Endometriose auch in der Wand der Gebärmutter gefunden werden, dies nennt man Adenomyosis uteri.

Typisches Symptom der Endometriose sind Regelschmerzen. Zudem können noch zahlreiche unspezifische Beschwerden dazukommen, wie zum Beispiel Rücken- oder Unterbauchschmerzen, Übelkeit, verlängerte oder verstärkte Menstruation, Verdauungsprobleme oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Eine Endometriose kann die Fruchtbarkeit einer Frau reduzieren.

Eine sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung inklusive Ultraschall kann in vielen Fällen einen Hinweis auf die Erkrankung liefern. Um eine Endometriose-Erkrankung sicher zu di­a­g­nos­ti­zie­ren, ist eine Operation (Bauchspiegelung) notwendig.

Bei einer solchen Bauchspiegelung sollten dann möglichst alle gefundenen Endometriose-Herde entfernt werden. Im Anschluss an diese Operation kann eine medikamentöse Therapie erfolgen.

Gute Informationen zu diesem Thema gibt es bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.: www.endometriose-vereinigung.de/…

Zudem gibt es die Europäische Endometriose Liga: www.endometriose-liga.eu
und die Stiftung Endometriose Forschung: www.endometriose-sef.de

In Hamburg gibt es die folgenden zertifizierten Endometriose-Zentren:

Außerdem gibt es zahlreiche Selbsthilfegruppen.

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Was ist eigentlich eine Menstruationstasse?

Die Menstruationstasse, auch Menstruationskappe oder Menstruationsbecher genannt, gibt es schon seit Jahrzehnten, hat sich aber bei uns im Gegensatz zu Binden und Tampons nicht durchgesetzt.

Die Tasse ist ein kleiner Kelch (aus Latex oder medizinischem Silikon), der in die Scheide eingeführt wird, um dort das Menstruationsblut aufzufangen. Je nach Stärke der Blutung verbleibt er dort für einige Stunden, wird dann entfernt, geleert und gereinigt, und dann wieder in die Scheide eingeführt.

Die Vorteile einer Menstruationstasse:

  • Die Scheide wird nicht wie bei Tampons ausgetrocknet, das normale Scheidenmilieu wird nicht gestört
  • Allergieauslösende Substanzen, wie z.B. Bleichmittel, die in Tampons und Binden enthalten sein können, werden vermieden
  • Die Tasse hat bei entsprechender Größe ein höheres Fassungsvermögen
  • Es entsteht weniger Müll, denn eine Tasse kann bei korrekter Handhabung über Jahre genutzt werden
  • Bei längerer Verwendung ist die Tasse kostengünstiger als Tampon oder Binde

Die Nachteile einer Menstruationstasse:

  • Die Handhabung erfordert Übung
  • Den richtigen Sitz der Tasse mit den Fingern zu kontrollieren, ist ungewohnt – ähnlich irritierte Reaktionen bekomme ich auch oft auf den Vaginalring zur Verhütung
  • Der Anblick ihres eigenen Menstuationsblutes ist einigen Frauen unangenehm
  • Die Tasse muss regelmäßig gereinigt werden, auf eine gute Hygiene muss geachtet werden

Wenn Frauen das Gefühl haben, dass während der Regelblutung die Scheide trocken und empfindlich wird, oder eventuell nach der Regel häufiger Infektionen oder Irritationen der Scheide auftreten, dann empfehle ich, doch einmal eine Menstruationstasse auszuprobieren. Wie gut das für die einzelne Frau funktioniert, muss frau einfach mal testen. Der Preis pro Stück liegt bei etwa 8 bis 28 Euro.

Es gibt viele Anbieter von Menstruationstassen, hier eine kleine Liste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Mittlerweile gibt es auch eine Menstruationstasse, die per App getrackt werden kann. Damit werden dann die Informationen über die Blutung per Bluetooth ans Smartphone geschickt: www.facebook.com/looncup/

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