Themen bei Frau Adler, Seite 4

Was ist Dopplersonografie?

Die Dopplersonografie ist eine Ultraschall-Untersuchung, mit der die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen gemessen wird. In der Geburtshilfe werden damit die Versorgung des Ungeborenen und die Funktion des Mutterkuchens überprüft. Außerdem bietet die Doppler-Untersuchung eine Unterstützung bei der Erkennung kindlicher Fehlbildungen und Erkrankungen (z.B. Herzfehler).

Die Dopplersonografie kann als Überwachungsmethode bei Risikoschwangerschaften eingesetzt werden. Bei Komplikationen in der Schwangerschaft, wie z.B. einer Plazentainsuffizienz (nicht ausreichende Versorgung des Kindes durch den Mutterkuchen) oder einer Präeklampsie*, gibt die Dopplersonografie wichtige Informationen über den Zustand des ungeborenen Kindes.
Die Mutterschaftsrichtlinien geben dabei vor, wann die Doppler-Untersuchung eingesetzt wird.

*Präeklampsie = In der Schwangerschaft auftretende Erkrankung mit erhöhtem Blutdruck (Hypertonie), vermehrter Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme).

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Pille und Thromboserisiko

Schon lange ist bekannt, dass „die Pille“ (also die Mikropille), das Thromboserisiko erhöht. Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß, meist in den Beinvenen. Wenn sich so ein Thrombose­gerinnsel löst, verursacht es eine Embolie, zum Beispiel in der Lunge.
Zum Ende des vergangenen Jahres gab es eine Welle an Berichten zu diesem Thema, da ein Gerichtsverfahren gegen ein Pharmaunternehmen wegen einer durch eine Pille mutmaßlich verursachten Thrombose begann.

Hier wesentliche Fakten, die frau kennen sollte, wenn sie sich für die Einnahme einer Mikropille entscheidet:

  • Alle Mikropillen erhöhen das Thromboserisiko. Dabei gibt es Unterschiede in der Höhe des Risikos. Präparate mit einem relativ niedrigem Risiko enthalten die Gestagene Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat.
  • Für die Bildung einer Thrombose gibt es weitere Risikofaktoren: Starkes Übergewicht, Rauchen, Alter über 35 Jahre, eine familiäre Neigung zu Thrombosen, Diabetes mellitus und zu hoher Blutdruck.
  • Typische Symptome für eine Thrombose oder eine Embolie sind: Starke Schmerzen / Schwellung eines Beines; plötzliche unerklärliche Atemnot, Schmerzen in der Brust; Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms oder Beins.

Das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) hat bereits Anfang 2014 eine Information zu Thema herausgebracht: www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoin…

In der Zusammenfassung macht das BfArM deutlich, dass „keine Notwendigkeit (besteht), das Präparat abzusetzen, wenn bisher keine Probleme bei der Anwendung des kombinierten hormonalen Kontrazeptivums aufgetreten sind.“
Besorgte Frauen, die eine Pille nehmen, sollten also zunächst diese weiternehmen und sich ggf. zu einem Wechsel der Pille bzw. der Verhütungsmethode beraten lassen.
Außerdem schreibt das BfArM: „Bei den meisten Frauen überwiegt der mit der Anwendung von KHK (kombinierten hormonalen Kontrazeptiva) verbundene Nutzen das Risiko für das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen bei weitem. Der Fokus liegt nun auf der Bedeutung der individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frau / Anwenderin sowie der Notwendigkeit, Risikofaktoren regelmäßig neu zu beurteilen.“

VTE-Risiko kombinierter hormonaler Kontrazeptiva
(VTE = venöse Thromboembolie)
Gestagen, welches im KHK enthalten ist
(kombiniert mit Ethinylestradiol, sofern nicht anders angegeben)
Relatives Risiko im Vergleich zu Levonorgestrel Geschätzte Inzidenz
(pro 10 000 Frauen und Anwendungsjahr)
Nichtschwangere Nichtanwenderinnen 2
Levonorgestrel Referenz 5 – 7
Norgestimat / Norethisteron  1,0 5 – 7
Gestoden / Desogestrel / Drospirenon 1,5 – 2,0 9 – 12
Etonogestrel / Norelgestromin 1,0 – 2,0 6 – 12
Chlormadinonacetat / Dienogest / Nomegestrolacetat (E2)
E2: Estradiol
 Noch zu bestätigen1
1Um aussagekräftige Daten für das Risiko dieser Präparate erheben zu können, werden weitere Studien durchgeführt oder sind geplant.

Nachtrag Dezember 2018: In einem „Rote-Hand-Brief“ wird das Thromboserisiko bei Mikropillen mit Dienogest mit 8 – 11 auf 10.000 Frauen angegeben, siehe auch: www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoin…

Übersicht über Verhütungsmethoden.

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Tabelle: Rote-Hand-Brief, 30.01.2014 (PDF)

Die Geburtenzahlen in Hamburg 2015

Im Jahr 2015 wurden in Hamburg bei 23.678 Geburten 24.151 Kinder geboren. Das sind fast fünf Prozent mehr als im Jahr 2014.

Die höchste Zahl gab es dabei im UKE mit 3.361 Kindern.

Danach folgen die weiteren Häuser: Kathol. Marienkrankenhaus 3.354, AK Altona 3.209, AK Barmbek 2.918, Albertinen-Krankenhaus 2.500, AK Nord 1.799, Krankenhaus Mariahilf 1.734, Agaplesion Diakonieklinikum 1.434, Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus 1.276, AK Wandsbek 934, Bethesda Krankenhaus Bergedorf 741 und das AK Harburg 736.

Im Geburtshaus wurden 155 Kinder geboren.

Quelle: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, 11. Januar 2016
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Roses Revolution Day – über Gewalt in der Geburtshilfe

Heute ist der Roses Revolution Day – eine Aktion gegen Gewalt in der Geburtshilfe.
Jedes Jahr am 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. Seit zwei Jahren gibt es den Roses Revolution Day: von Gewalt unter der Geburt betroffene Frauen legen eine rosafarbene Rose vor dem Kreißsaal ab, in dem sie entbunden haben. Wenn gewünscht, kann ein erklärender Brief beigelegt werden. Bilder der Rosen sollen über soziale Medien weiterverbreitet werden (Hashtag: #rosrev).

Weitere Information gibt es hier: www.gerechte-geburt.de/home/rose…
und auch auf Facebook: www.facebook.com/Roses-Revolutio…

Ein schöner Artikel, der sich mit dem Thema aus Sicht einer Hebamme auseinandersetzt, findet sich hier: www.hebammenblog.de/gewalt-in-de…

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Das Mammografie-Screening

Das Mammografie-Screening in Deutschland wurde seit Mitte der 2000er Jahre aufgebaut und wendet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die alle zwei Jahre zu einer (kostenfreien) Mammografie eingeladen werden.

Seit der Einführung wird über Nutzen und Schaden durch das Mammografie-Screening diskutiert. Letztlich muss jede Frau für sich selbst darüber entscheiden, ob sie an dieser Untersuchung teilnehmen möchte.

In den aktuellen Veröffentlichungen wird der Nutzen des Screenings in der Regel damit angegeben, wie viele Frauen weniger versterben, wenn sie regelmäßig an dem Screening teilnehmen. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) geht davon aus, dass 1 bis 2 von 1000 Frauen über 10 Jahre weniger sterben. In anderen Studien wird diese Zahl zwischen 0,5 und 5 auf 1000 Frauen angegeben.

Der Schaden des Screenings besteht in einer sogenannten Überdiagnose, das heißt, es werden auffällige Befunde erhoben, die zu einer weiteren Diagnostik und Therapie führen, ohne dass bekannt ist, ob dies tatsächlich notwendig ist. Das IQWiG gibt die Zahl hier mit 5 bis 7 von 1000 Frauen über 10 Jahre an. In einer anderen Veröffentlichung wird eine Zahl von 10 auf 1000 Frauen angegeben.

In den Medien sind bereits zahlreiche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht worden, hier zwei Links zu interessanten Artikeln:
Aus der Süddeutschen: www.sueddeutsche.de/gesundheit/m…
Aus der ZEIT: www.zeit.de/wissen/gesundheit/20…

Über die Verwendung der Angabe der 5-Jahre-Überlebensraten gibt es hier einen guten Beitrag: www.rwi-essen.de/unstatistik/36/ (Warum Überlebensraten nichts darüber aussagen, ob man länger lebt.)

Das IQWiG wird eine neue Broschüre zum Mammografie-Screening veröffentlichen: www.iqwig.de/de/presse/pressemit…

Das Mammografie-Screening Hamburg findet sich hier: www.mammascreening-hamburg.de

Vom Mammographie-Screening-Programm gibt es den „Mammo-Cube“, der helfen soll, sich für oder gegen eine Teilnahme am Screening zu entscheiden: www.mammo-programm.de/mammocube/
Zur Zeit wird der „Mammo-Cube“ überarbeitet: www.decisioncube.de/referenzen/

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Übergewicht in der Schwangerschaft

Übergewicht in der Schwangerschaft kann eine Gefahr sowohl für die Mutter als auch für das Kind bedeuten. Studien zeigen, dass bei der Mutter Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und Gestosen vermehrt auftreten. Außerdem ist die Quote an Kaiserschnitten erhöht. Die Kinder haben ein höheres Risiko, später selbst übergewichtig werden und an Diabetes zu erkranken. Zudem ist das Risiko erhöht, dass das ungeborene Kind eine Fehlbildung entwickelt.

Gute Gründe also, vor und in der Schwangerschaft auf eine gute Kontrolle des Körpergewichtes zu achten.
Darüber gibt es auch einen Cochrane Review: www.cochrane.org/de/node/37149 und www.wissenwaswirkt.org/zunehmen-… (Cochrane ist ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, das sich an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin orientiert.)

In Hamburg gibt es das STOPP-Projekt, das sich an Schwangere mit Übergewicht und an Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes richtet. In diesem Projekt gibt es Informationen zur richtigen Ernährung von Mutter und Kind sowie zur Bewegung während der Schwangerschaft: www.hhgd.de/wb/pages/stopp-proje…

Dazu in der WELT: www.welt.de/gesundheit/article13…

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Schwangerschaft: So wächst das Baby im Bauch

Noch immer finde ich es absolut faszinierend, wie im Laufe der Schwangerschaft das Kind in der Gebärmutter wächst und wie es sich in dieser Zeit seinen Platz im Bauch der Mutter nimmt.

Eine sehr schöne Animation, die dies zeigt, bietet das Museum of Science and Industry in Chicago: www.msichicago.org/whats-here/ex…

 

Museum of Science and Industry, Chicago: Make Room for Baby

Bildnachweis: Screenshot, Website „Museum of Science and Industry“

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Muskelknoten in der Wand der Gebärmutter. Gibt es einen oder mehrere dieser Knoten in einer Gebärmutter (Uterus), so spricht man von einem Uterus myomatosus.

Myome sind relativ häufig – es wird geschätzt, dass etwa jede dritte Frau in Deutschland Myome hat. Myome, die der Frau keine Beschwerden machen, müssen nicht behandelt werden.

Es können jedoch durch Myome verschiedene Beschwerden auftreten. Zum Beispiel kann die Regelblutung stärker und länger werden, ebenso kann ein großes Myom Schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch hervorrufen. Auch können Verstopfung oder Druck auf die Blase verursacht werden. Im Einzelfall beeinflusst ein Myom die Möglichkeit, schwanger zu werden. Leidet eine Frau unter diesen Beschwerden, so muss über die Behandlung des Myoms bzw. der Myome nachgedacht werden.

Für die Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Es gibt medikamentöse und operative, sowie nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten.

Eine Seite, die weiterführende Informationen bietet: www.uterus-myomatosus.net

In Hamburg gibt es die folgenden Myomzentren:

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Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch

Von einem unerfülltem Kinderwunsch spricht man, wenn es nach 12 – 18 Monaten ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Über die Häufigkeit der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch gibt es verschiedene Angaben, nach Schätzungen sind 10 – 15% aller Paare betroffen.

Ein unerfüllter Kinderwunsch ist eine große psychische Belastung, und auch die Behandlung in der Reproduktionsmedizin stellt eine Herausforderung an jedes Paar dar. Viele Betroffene empfinden die Therapie als Berg- und Talfahrt der Emotionen. Die Verarbeitung dieser Belastungssituation ist bei Frau und Mann oft sehr unterschiedlich. Und sollte sich der Kinderwunsch tatsächlich nicht erfüllen, so sind auch die Verabschiedung von diesem Lebenstraum und die Trauer zu bewältigen.

Die meisten reproduktionsmedizinischen Praxen bieten eine psycho-soziale Unterstützung an, aber oft werden diese Möglichkeiten nicht genutzt – sei es, dass die psychische Belastung unterschätzt wird oder aber eine Scham besteht, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Eine interessante Möglichkeit zur Unterstützung bietet ein Kinderwunsch-Coaching, das auch per E-Mail, Telefon oder Skype möglich ist. Vielleicht ist dies für einige Menschen eine einfachere und direktere Art der Beratung: www.kindersehnsucht.de

Außerdem findet sich Unterstützung im Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland: www.bkid.de/home.html
Eine Liste von ausgebildeten Beratern findet sich hier: www.bkid.de/fileadmin/datensamml…

Und für Frauen aus Hamburg und Umgebung gibt es FINE (Frauenpsychosomatik im Netzwerk): www.frauenpsychosomatik-hamburg….

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Wartezimmer TV

Neulich sah ich mal „Die Anstalt“ im ZDF. Eine Spielszene ist so wahr und so klug, dass ich sie eigentlich gerne als Dauerprogramm in meinem Wartezimmer zeigen würde…

 

Der Lauf des Lebens: Pay-Gap zwischen Mann und Frau

Video auf YouTube: Der Lauf des Lebens: Pay-Gap zwischen Mann und Frau – Die Anstalt ZDF.

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