Themen bei Frau Adler, Seite 3

Die Geburtenzahlen in Hamburg 2016

2016 wurden in Hamburg bei 25.063 Geburten 25.602 Kinder geboren. Damit wurden im Vergleich zu 2015 fast sechs Prozent mehr Kinder geboren.
Die höchste Zahl gab es im Katholischen Marienkrankenhaus mit 3.961 Kindern.

Danach folgen die weiteren Krankenhäuser: UKE 3.463, AK Altona 3.238, AK Barmbek 3.140, Albertinen-Krankenhaus 2.804, AK Nord 1.843, Krankenhaus Mariahilf 1.800, Agaplesion Diakonieklinikum 1.514, Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus 1.375, AK Wandsbek 883, Bethesda Krankenhaus Bergedorf 741 und das AK Harburg 687. Die Geburtshilfe im AK Harburg wurde zum Jahresende 2016 geschlossen.

Im Geburtshaus wurden 153 Kinder geboren.

Quelle: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, 11. Januar 2017
Bildnachweis: © Kati Molin – Fotolia.com

Was bedeutet PAP III D?

Seit den 70er Jahren gibt es in Deutschland die Früherkennungs- Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): einmal im Jahr kann jede Frau ab 20 daran teilnehmen. Dabei wird ein sogenannter PAP-Abstrich entnommen, der im zytologischen Labor untersucht und klassifiziert wird.

Seit Einführung dieser Untersuchung ist die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs deutlich zurückgegangen: im Jahre 1971 war dieser Krebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland, im Jahre 2012 rangierte er auf Platz 12. In anderen Zahlen ausgedrückt: 2012 erkrankten 4640 Frauen, 1617 starben an dieser Krebserkrankung. Weltweit ist das Zervixkarzinom im Moment die zweithäufigste Krebstodesursache.

Beim PAP-Abstrich werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen, es wird eine sogenannte Zytologie angefertigt. Der Abstrich wird auf Krebszellen und Vorstadien von Krebs (Dysplasie) untersucht und klassifiziert. Die Einteilung mit römischen Ziffern zeigt das Risiko, mit dem sich ein Krebs des Gebärmutterhalses entwickeln kann bzw. zeigt, dass bereits vermutlich ein Karzinom vorliegt.
Es wird ein Befund nach der sogenannten „Münchener Nomenklatur III“ (siehe: www.d-g-z.de/media/data/Broschue… ) erhoben, diese teilt die PAP-Abstriche von I bis V ein:

  • PAP I: unauffällige und unverdächtige Befunde
  • PAP II: Befund mit eingeschränktem protektivem Wert
  • PAP III: unklare bzw. zweifelhafte Befunde
    • PAP III D: Dysplasie mit größerer Rückbildungsneigung
    • PAP III D1: leichte Dysplasie analog CIN I
    • PAP III D2: mäßige Dysplasie analog CIN II
  • PAP IV: unmittelbare Vorstufen des Zervixkarzinoms
  • PAP V: Krebs

Bei Befunden mit der Klassifikation II oder III wird meist eine Kontrolle des Zellabstriches empfohlen. Zusätzlich kann dann eine kolposkopische Untersuchung des Gebärmutterhalses erfolgen, dabei wird mit einem Mikroskop der Gebärmutterhals in Vergrößerung betrachtet und das Gewebe wird mit verdünnter Essigsäure betupft, so dass Zellveränderungen deutlicher zu erkennen sind. Gegebenenfalls kann dann auch eine Biopsie aus verdächtigen Veränderungen entnommen werden. Das in der Biopsie gewonnene Gewebe wird untersucht und nach der sogenannten CIN-Einteilung (CIN = cervikale intraepitheliale Neoplasie) klassifiziert:

  • CIN 1: leichte Dysplasie
  • CIN 2: mittelschwere Dysplasie
  • CIN 3: schwere Dysplasie oder Carcinoma in situ

Eine weitere Abklärung von verdächtigen Befunden kann bei spezialisierten Ärzten („Dysplasiesprechstunde bzw. Dysplasiezentrum“) erfolgen, Adressen dafür gibt es unter: www.dysplasiezentren.de

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Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind ein häufiges Problem. Es kann dafür viele Gründe geben: zum einen körperliche Erkrankungen wie zu Beispiel Entzündungen, Endometriose oder Fehlbildungen der Scheide, zum anderen gibt es aber auch viele psychische Ursachen. Man spricht dabei von einer „Genito-Pelvinen Schmerz-Penetrationsstörung“ (GPSPS). Dieser Begriff ist noch relativ neu, früher sprach man von Vaginismus (Penetrationsstörung) und Dyspareunie (sexuelle Schmerzstörung).

Unabhängig von den Begrifflichkeiten sind solche Probleme in der täglichen Praxis nicht selten. Die körperlichen Ursachen für solche Beschwerden können meist recht schnell geklärt werden, aber in der normalen Sprechstunde fehlt Zeit und Ruhe zu den Wurzeln der psychischen Ursachen vorzudringen.

An der Universität Erlangen-Nürnberg wurde ein internetbasiertes Training entwickelt: www.paivina-care.info

Paivina-Care ist ein Selbsthilfe-Training, bei dem anonym teilgenommen werden kann. Im Rahmen der Studie ist das Training im Moment kostenfrei.

Monatshygiene: Was gibt es noch außer Tampon und Binde?

Als Alternative zu Tampons und Binden gibt es für die Regelblutung noch einige andere Möglichkeiten.

Über die Menstruationstasse habe ich bereits vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben.

Relativ neu sind die Menstruationsslips. Sie sehen aus wie normale Slips und haben eine Saugkraft wie ein Tampon: www.shethinx.com. Mir scheinen die Slips besonders praktisch zu sein für Frauen mit einem unregelmäßigen Zyklus, die manchmal vom Beginn ihrer Menstruation böse überrascht werden.
Inzwischen gibt es auch ein deutsches Produkt: ooshi „Deutschlands erste Periodenunterwäsche“: www.ooshi-berlin.de

Eine deutliche stärkere Saugkraft hat Flex (www.flexfits.com), das ist eine kleine Scheibe mit verstärktem Rand, die direkt vor dem Gebärmutterhals platziert wird und für 12 Stunden in der Scheide verbleiben kann. Auch Sex soll mit liegendem Flex problemlos möglich sein.

Außerdem gibt es noch Stoffbinden, die waschbar und damit wiederverwendbar sind. Früher waren die Stoffbinden Standard, heute werden sie nur noch relativ selten benutzt. Es gibt sie aus Baumwolle oder Seide, als Binden und als Slipeinlagen. Bezugsmöglichkeit gibt es beispielsweise unter www.kulmine.de und unter www.lunapads.de. Wenn frau möchte, kann sie sich die Stoffbinden auch selbst nähen, online gibt es verschiedene Anleitungen dazu.

Darüber hinaus gibt es noch Menstruationsschwämme, die aus Schaumstoff oder aus Naturschwamm bestehen und in die Scheide eingeführt werden. Die Levantiner-Schwämmchen bestehen aus Naturschwamm, aus Schaumstoff bestehen beispielsweise die Amarelle Gynotex Softtampons und die Beppy Softtampons.

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Pille und Thromboserisiko, 2. Teil: Welches Gestagen ist in welchem Präparat?

Im Artikel Pille und Thromboserisiko habe ich dargestellt, dass alle Mikropillen das Thromboserisiko erhöhen. In der dort angefügten Tabelle ist ersichtlich, wie sich die relativen Risiken der verschiedenen Gestagene (in Kombination mit Estrogen) verhalten.

Oft werde ich gefragt, welche Pillen-Präparate bzw. welches Verhütungspflaster oder welcher Vaginalring denn nun die einzelnen Gestagene beinhalten.

Deshalb hier ein Überblick mit gängigen Präparaten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Welches Gestagen ist in welchem Präparat? (Überblick)

  • Levonorgestrel: Asumate®, Evaluna®, Femigoa®, Femigyne N®, Femikadin®, Gravistat®, Illina®, Kleodina®, Leanova AL®, Leios®, Leona HEXAL®, Levomin®, Liana®, Lotta HEXAL®, Luisa HEXAL®, Microgynon®, Minisiston®, Miranova®, MonoStep®, Swingo®, Trisiston®, Triqiular®
  • Norgestimat: Amicette®, Cilest®, Lysandra®
  • Norethisteron: Conceplan®, Eve®
  • Gestoden: Alessia HEXAL®, Femodene®, Femovan®, Lisvy® (= Verhütungspflaster), Minulet®
  • Desogestrel: Cedia®, Desmin®, Desofemine®, Famina®, Juliane®, Lamuna®, Marvelon®, Novial®
  • Drospirenon: Aida®, Drospifem®, Eliza HEXAL®, LaYaisa®, LaYanina®, Maitalon®, MYWY®, Petibelle®, Sidretella®, Yara HEXAL®, Yasmin®, Yasminelle®, Veyanne®, Xellia®
  • Etonogestrel: Circlet® (= Vaginalring), Nuvaring® (= Vaginalring)
  • Norelgestromin: Evra® (= Verhütungspflaster)
  • Chlormadinonacetat: Belara®, Bellissima®, Chariva®, Chloee®, Lilia®, Enriqa®, Madinette®, Minette®, Mona HEXAL®, Neo Eunomin®, Pink Luna®, Solera®, Verana®
  • Dienogest: Aristelle®, BonaDea®, Dienovel®, Finic®, Mayra®, Maxim®, Starletta HEXAL®, Qlaira®, Valette®, Velafee®, Velvet®
  • Nomegestrolacetat: Zoely®

Bitte lesen Sie auch den ersten Teil: Pille und Thromboserisiko.
Übersicht über Verhütungsmethoden.

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Welche Verhütung ist hormonfrei?

In meiner Sprechstunde werde ich immer wieder gefragt, ob es nicht auch eine hormonfreie Möglichkeit zur Verhütung gibt.
Ja, es gibt Verhütungsmethoden, die keine Hormone benötigen. Wobei auch hier gilt, dass jede Verhütungsmethode ihre Vor- und Nachteile besitzt und frau sich stets vorher gut über alle Aspekte informieren sollte.

In früheren Artikeln habe ich die meisten Methoden bereits erwähnt, zu einigen schreibe ich hier noch mehr:

Verhütungsmethoden ohne Hormone

Und weil so viele in diesem Zusammenhang danach fragen, hier noch einmal die Links zu den Artikeln über Apps und Wearables.

Das Diaphragma: Es besteht aus einem runden, elastischem Ring, den eine Kuppel mit Silikon überspannt. Es gibt verschiedene Größen (Durchmesser 60 bis 95 mm), so dass das Diaphragma individuell angepasst werden muss. Zum Einführen wird auf das Diaphragma zusätzlich ein spermienhemmendes Gel aufgetragen. Es kann frühestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden, nach dem Verkehr sollte es noch mindestens sechs bis acht Stunden in der Scheide verbleiben. Nach der Benutzung wird es gereinigt und kann wiederverwendet werden, es hält bei korrekter Pflege 1 bis 2 Jahre.
Als Variante gibt es das Caya® Diaphragma. Dies hat eine Einheitsgröße, so dass die Notwendigkeit einer Anpassung entfällt (für Diaphragma Größen 65 bis 80 mm). Weitere Informationen gibt es unter: www.caya.eu/home/

Die Femcap®: Sie ist eine Weiterentwicklung der Portiokappe und besteht aus einer gewölbten Kuppel mit einem breitem Rand. Sie umschließt den Muttermund, so dass meist ein Unterdruck entsteht. Die Femcap® gibt es in drei Größen, so dass eine Anpassung ratsam ist. Nach Angabe des Herstellers reicht jedoch die Orientierung an der Vorgeschichte der Frau zur Anspassung (drei Größen: für Frauen, die noch nie schwanger waren / für Frauen, die schwanger waren, aber eine Fehlgeburt, einen Abbruch oder einen Kaiserschnitt hatten / für Frauen, die mindesten eine vaginale Geburt hatten). Auch hier wird beim Einsetzen ein spermienhemmendes Gel aufgetragen. Wie beim Diaphragma kann es frühestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden, nach dem Verkehr sollte es noch mindestens sechs bis acht Stunden in der Scheide verbleiben. Zusätzliche Informationen und Bestellmöglichkeit gibt es unter: www.medintim.de/frau-verhuetung-…

Das Femidom® (= Kondom für die Frau): Das Femidom® ist eine Hülle aus Polyurethan mit einem geschlossenen und einem offenen Ende. Das geschlossenen Ende wird tief in der Scheide platziert, das offene Ende wird von einem Ring umschlossen, der vor dem Scheideneingang über den großen Schamlippen liegt. Es handet sich um einen Einmalartikel.

Im August 2017 ist auf Spiegel online ein Artikel zum Thema erschienen:
www.spiegel.de/gesundheit/sex/ho…

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Verhütungsmethoden: Der Kupferperlen-Ball

Eine neue Variante der kupferhaltigen Verhütungsmethoden ist der IUB™-Kupferperlen-Ball (IUB™ = IntraUterinBall). Ebenso wie bei der Kupferspirale und dem Gynefix® bewirkt das Kupfer, das sich damit dann in der Gebärmutterhöhle befindet, dass Spermien in ihrer Beweglichkeit gehemmt werden und dadurch eine verhütende Wirkung eintritt.

Neu ist die Art und Weise, wie das Kupfer in der Gebärmutter hält. Das Kupfer ist in Form von kleinen Kugeln auf einem Faden aufgefädelt. Dieser Faden besteht aus Nitinol, das nach dem Einsetzen in die Gebärmutter eine kugelige Form annimmt. Dieses Gebilde verbleibt dann in der Gebärmutter, aus dem Gebärmutterhals führen zwei Rückholfäden. Man hofft, dass sich der Kupferperlen-Ball besser der Innenwand der Gebärmutter anpasst und so die Trägerin nicht stört, außerdem ist die Einführhilfe des IUB™ relativ schmal, so dass die Einlage gegebenenfalls weniger schmerzhaft sein kann.

Die Vor- und Nachteile entsprechen denen der Kupferspirale:

Die Vorteile: Es handelt sich um eine sichere Art der Verhütung. An eine regelmäßige Einnahme, wie z.B. bei der Pille, muss nicht gedacht werden. Es werden keine Hormone appliziert, der weibliche Zyklus läuft ohne Beeinflussung ab.

Die Nachteile: Die Regelblutung kann stärker werden. Dadurch können auch vermehrt Regelschmerzen auftreten. Der IUB™ kann verrutschen und ausgestoßen werden, daher sind regelmäßige Lagekontrollen notwendig.

Mehr Informationen lesen Sie unter: kupferperlenball.de

Übersicht über weitere Verhütungsmethoden.

Bildnachweis: mibe GmbH Arzneimittel

Lichen sclerosus

Der Lichen sclerosus ist eine entzündliche Hauterkrankung, die sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten kann und die sich vor allem im Genitalbereich zeigt. Auch Kinder können bereits betroffen sein.

Führendes Symptom ist der Juckreiz, außerdem können auch Schmerzen bzw. Wundgefühl, sowie empfindliche Haut, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Schmerzen beim Wasserlassen auftreten. Die Haut im betroffenen Bereich erscheint meist blass, elfenbeinfarben oder porzellanweiß. Bei Frauen tritt die Hautveränderung oft kreisförmig um Scheideneingang und After herum auf. Nicht selten finden sich auch kleine Einblutungen und Einrisse, da durch den starken Juckreiz oft gekratzt wird. Besteht ein Lichen unbehandelt für längere Zeit, so wird die Haut verhärtet, vernarbt und kann bei der Frau eine Verengung des Scheideneinganges verursachen. Langfristig besteht ein etwas erhöhtes Risiko, an einem (Plattenepithel-)Karzinom des betroffenen Hautbereiches zu erkranken.

Der Lichen sclerosus ist eine chronische Erkrankung. Dies bedeutet, dass sich durch eine Therapie die Symptome und Langzeitfolgen behandeln lassen, jedoch keine endgültige Heilung möglich ist und die Erkrankung lebenslang besteht.

Die Behandlung besteht aus der Applikation von stark wirkenden Kortisonsalben. Es gibt verschiedene Theapieschemata, nach denen zunächst täglich und dann allmählich ausschleichend das betroffene Hautareal mit der Kortisonsalbe versorgt wird. Zusätzlich ist eine mehrfache, tägliche Behandlung mit Hautpflegemitteln, z.B. fetten Salben, notwendig.

Die Ursache des Lichen sclerosus ist nicht bekannt. Es gilt als autoimmune Erkrankung, außerdem wird eine genetische Disposition vermutet. Einige Krankheiten zeigen eine Assoziation zu Lichen sclerosus, zum Beispiel: Schilddrüsenerkrankungen, Vitiligo („Weißfleckenkrankheit“), entzündliche Darmerkrankungen, Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), rheumatoide Arthritis und Psoriasis (Schuppenflechte).

Es gibt einen Selbsthilfe-Verein für den deutschsprachigen Raum: www.lichensclerosus.ch/de/home

Bildnachweis: © SENTELLO – Fotolia.com

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Hauptwirt dieses Parasiten sind Katzen, jedoch können auch Menschen infiziert werden. Eine Erstinfektion beim Menschen verläuft oft ohne gravierende Symptome, es können allerdings Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen auftreten.

Menschen können sich über zwei Wege mit Toxoplasmose infizieren: Das Essen von Toxoplasmen-Oozysten über Aus­scheidungen der Katze, z.B. in unge­waschenem Gemüse, sowie die Aufnahme von Toxoplasmose-Gewebe­zysten im Fleisch bzw. in Fleisch­produkten infizierter Tiere. Wird Fleisch nur ungenügend gegart oder roh verzehrt (z.B. Rohwurst, Mett), können die Toxoplasmose-Erreger im Fleisch überleben und zur Infektion führen.

Im März veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Studie zur Häufigkeit von Infektionen mit Toxoplasma gondii in der Schwangerschaft:
www.rki.de/DE/Content/InfAZ/T/To…

Nach dieser Studie infizieren sich jährlich in Deutschland 6.393 Schwangere mit Toxoplasma gondii. Das sind 1,0 % aller Schwangerschaften. Daraus resultieren 1.279 fetale Infektionen (d.h. eine Übertragung der Infektion von der Mutter auf das Kind, da nicht bei jeder mütterlichen Infektion auch das Kind betroffen ist). Da auch eine fetale Infektion nicht unbedingt klinische Symptome verursachen muss, geht man von jährlich 345 Neugeborenen mit Symptomen aus.
Dazu schreibt das RKI: „Diese Zahl liegt deutlich höher als die 8 – 23 Fälle, die dem Robert Koch-Institut jährlich als kongenitale Toxoplasmose gemeldet werden. Dies weist auf eine starke Untererfassung dieser Erkrankung bei Neugeborenen hin.“

Ein Screening auf Toxoplasmose-Antikörper, wie es z.B. in Frankreich stattfindet, ist in Deutschland nicht in den Mutterschafts-Richtlinien vorgesehen. Jedoch ist diese Untersuchung als Selbstzahler-Leistung möglich.
Bei frühzeitiger Erkennung einer akuten Infektion der Mutter und Gabe von gut verträglichen Medikamenten gegen die Toxoplasmose-Infektion kann eine Schädigung des Kindes verhindert werden.

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Hilfe bei Essstörungen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ein Online-Portal zum Thema Essstörungen zusammengestellt:
www.bzga-essstoerungen.de

Es wendet sich sowohl an Betroffene als auch an deren Angehörige und bietet Informationen zu Störungen wie Magersucht, Bulimie, Binge-Eating und andere Essstörungen.

Außerdem gibt es eine Suchfunktion für bundesweite Beratungsangebote:
www.bzga-essstoerungen.de/index….

Gute Informationen bietet auch: www.hungrig-online.de

Hilfe zur Selbsthilfe bei Magersucht: www.magersucht.de

Ebenfalls sehr informativ: www.anad.de/essstoerungen

 

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