Levosert® – noch eine neue Hormonspirale?

Vor einigen Wochen hat die Firma Gedeon Richter die Hormonspirale Levosert® auf den deutschen Markt gebracht.
Diese Spirale enthält wie die Mirena® 52 mg Levonorgestrel und hat auch die gleiche Größe. Aktuell ist die Levosert® für eine Liegezeit von drei Jahren zugelassen, eine Zulassung für vier Jahre wird für 2018 erwartet. Für eine Zulassung über fünf Jahre laufen noch Studien.

Im Prinzip entspricht die Levosert® also der Mirena® – abgesehen davon, dass im Moment noch die Zulassung für die Liegedauer kürzer ist. Außerdem ist die Levosert® deutlich günstiger.

Siehe auch: Kyleena™ – eine neue Hormonspirale

Vor- und Nachteile von Hormonspiralen:

Die Vorteile: Die Hormonspirale bietet eine sehr zuverlässige Verhütung. Die Regelblutung wird schwächer, bei vielen Frauen bleibt die Blutung nach einiger Zeit ganz aus. An eine tägliche Einnahme, wie z.B. bei der Pille, muss nicht gedacht werden. Die Hormonapplikation erfolgt überwiegend lokal, der weibliche Zyklus wird nicht beeinflusst.

Die Nachteile: Es können Zwischenblutungen auftreten. Außerdem kann eine bestehende Akne verschlimmert werden. Selten sind Stimmungsschwankungen, Brustspannungen, Kopfschmerzen und Eierstockzysten. Die Einlage der Spirale kann schmerzhaft sein, und auch zur Entfernung benötigt man einen Arzt. Eine Spirale kann (selten) verrutschen, daher sollte die korrekte Lage der Spirale regelmäßig kontrolliert werden.

Bildnachweis: © fancytapis – Fotolia.com

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Veröffentlicht von

Dr. Christine Adler ist niedergelassene Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Naturheilverfahren, in Hamburg Rahlstedt. Hier schreibt sie über Themen und Fragen, die ihr in der Sprechstunde immer wieder begegnen.