Die HPV-Impfung für Jungen

Seit Juni 2018 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung auch für Jungen.

Schon lange ist bekannt, dass Humane Papilloma-Viren (HPV) sowohl Gebärmutterhalskrebs bei Frauen, als auch einige andere Krebserkrankungen hervorrufen. So werden zum Beispiel auch ein Teil der Krebserkrankungen im Mund- und Rachenbereich, im Analbereich sowie bei Männern das Peniskarzinom durch HPV verursacht.

Man geht davon aus, dass HPV-Infektionen zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen gehören – nahezu jeder sexuell aktive Erwachsene kommt damit vermutlich in Kontakt. Meist handelt es sich hier um vorübergehende Infektionen, die nach 1-2 Jahren nicht mehr nachweisbar sind. Verbleibt das Virus jedoch im Körper, können Krebserkrankungen entstehen.

Wie bei den Mädchen wird die HPV-Impfung bei Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Nachholimpfungen können bis zum 18. Geburtstag durchgeführt werden. Die Immunisierung sollte vor dem ersten Sexualverkehr erfolgen.

Das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch Institutes findet sich hier: www.rki.de/DE/Content/Infekt/Epi…

Eine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenkassen wird die Impfung erst, wenn der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) einen entsprechenden Beschluss gefasst hat. Dies wird vermutlich erst Anfang 2019 stattfinden. Es gibt aber einzelne Krankenkassen, die bereits heute die HPV-Impfung für Jungen erstatten, d.h. die Eltern zahlen zunächst die Impfkosten und können die Belege dann bei der Krankenkasse einreichen.

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