Das Mammografie-Screening

Das Mammografie-Screening in Deutschland wurde seit Mitte der 2000er Jahre aufgebaut und wendet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die alle zwei Jahre zu einer (kostenfreien) Mammografie eingeladen werden.

Seit der Einführung wird über Nutzen und Schaden durch das Mammografie-Screening diskutiert. Letztlich muss jede Frau für sich selbst darüber entscheiden, ob sie an dieser Untersuchung teilnehmen möchte.

In den aktuellen Veröffentlichungen wird der Nutzen des Screenings in der Regel damit angegeben, wie viele Frauen weniger versterben, wenn sie regelmäßig an dem Screening teilnehmen. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) geht davon aus, dass 1 bis 2 von 1000 Frauen über 10 Jahre weniger sterben. In anderen Studien wird diese Zahl zwischen 0,5 und 5 auf 1000 Frauen angegeben.

Der Schaden des Screenings besteht in einer sogenannten Überdiagnose, das heißt, es werden auffällige Befunde erhoben, die zu einer weiteren Diagnostik und Therapie führen, ohne dass bekannt ist, ob dies tatsächlich notwendig ist. Das IQWiG gibt die Zahl hier mit 5 bis 7 von 1000 Frauen über 10 Jahre an. In einer anderen Veröffentlichung wird eine Zahl von 10 auf 1000 Frauen angegeben.

In den Medien sind bereits zahlreiche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht worden, hier zwei Links zu interessanten Artikeln:
Aus der Süddeutschen: www.sueddeutsche.de/gesundheit/m…
Aus der ZEIT: www.zeit.de/wissen/gesundheit/20…

Über die Verwendung der Angabe der 5-Jahre-Überlebensraten gibt es hier einen guten Beitrag: www.rwi-essen.de/unstatistik/36/ (Warum Überlebensraten nichts darüber aussagen, ob man länger lebt.)

Das IQWiG wird eine neue Broschüre zum Mammografie-Screening veröffentlichen: www.iqwig.de/de/presse/pressemit…

Das Mammografie-Screening Hamburg findet sich hier: www.mammascreening-hamburg.de

Vom Mammographie-Screening-Programm gibt es den „Mammo-Cube“, der helfen soll, sich für oder gegen eine Teilnahme am Screening zu entscheiden: www.mammo-programm.de/mammocube/
Zur Zeit wird der „Mammo-Cube“ überarbeitet: www.decisioncube.de/referenzen/

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